Unsere »Lesungen zum Menü« haben Tradition im Feinschmecker-Kräuter-Restaurant »Kulm-Eck« in Heringsdorf, und nicht nur dort. Wir servieren Teile unseres jeweiligen Programms zwischen den Menü-Gängen, so dass für Kulinarik und Unterhaltung gleichermaßen gesorgt wird. Die Dauer der Leseblöcke ist mit der Küche natürlich bestens abgestimmt und zwischendurch und danach kommen wir meistens mit den Gästen noch in schöne Gespräche über Essen, Literatur und Gott und die Welt. Wir empfehlen zwei Musiker dazu: Geige und Klavier.

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Babettes Fest
Erzählung von Tania Blixen

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Essen und trinken hält Leib und Seele zusammen
Geschichte, Geschichten und Gedichte ums Essen und Trinken

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Rosmarin und Thymian wächst in unserm Garten
Geschichten von Kräutern, Kräuterküchen und Kräuterköchen

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Die singende Geige
Märchen der Sinti und Roma

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Weihnachten kommt näher, die Gänse werden fetter
Geschichten rund um die Martinsgans

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Weihnachtsgans mit Wurzelfüllung
Wahre und erdachte Begebenheiten in der Weihnachtszeit

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Am Christabend muß ich den Bratspieß drehen
Geschichten um lukullische Weihnachtsfreuden

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Der Zwerg Nase
Ein Märchen von Wilhelm Hauff

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Undinenzauber
Von Nixen, Nymphen und anderen Wasserfrauen

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Babettes Fest
Erzählung von Tania Blixen

Diese kleine Erzählung der durch den Roman »Jenseits von Afrika« zu Weltruhm gekommene Dänin Tania Blixen gilt in Gourmet-Kreisen als das »Buch der Bücher«. Durch eine hochrangig besetzte Verfilmung wurde es darüber hinaus bekannt. An uns wurde vor einiger Zeit von einem Feinschmeckerrestaurant die Bitte herangetragen, zum (fast) originalen Babette-Menü die Novelle zu lesen. Dem sind wir sehr gern gefolgt, haben eine etwas gekürzte Fassung erarbeitet und sehr schöne passende Musik ausgewählt, die – wie immer bei uns – den Text kommentiert, ergänzt und verbindet. Zum Inhalt: Die französische Luxus-Restaurant-Köchin Babette war mit ihrer Familie in die Unruhen der Pariser Kommune im Jahre 1870 verwickelt und kann sich als einzige retten. Sie flieht nach Norwegen und wird in einem bigotten Haus von zwei alten Fräuleins aufgenommen, die nur der Erinnerung und ihrem Glauben leben. Als Babette im Lotto gewinnt, kocht sie ein Festmahl für die Schwestern und die pietistische Gemeinde von deren verstorbenem Vater, alles freudlose, vertrocknete Geschöpfe. Bei diesem Diner geschieht ein Wunder ...

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Essen und trinken hält Leib und Seele zusammen
Geschichte, Geschichten und Gedichte ums Essen & Trinken

Interessantes von den Eßgewohnheiten der alten Römer, über Sitten und Gebräuche des Mittelalters; von Märchen und Visionen vom Schlemmen in kargen Zeiten bis in die modernen Koch-Zeiten der hoch angesehenen Sterne-Köche. Alles nach dem Motto des Konfuzius: »Es gibt niemanden, der nicht ißt und trinkt. Aber nur wenige, die auch den Geschmack zu schätzen wissen.« Wir lesen Prosa und Gedichte u.a. von Rafik Schami, Theodor Fontane, Johann Wolfgang von Goethe, Matthias Claudius, Bertolt Brecht und Wilhelm Busch – serviert mit abwechslungsreicher musikalischer Kost.

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Rosmarin und Thymian wächst in unserm Garten
Geschichten von Kräutern, Kräuterküchen und Kräuterköchen

Unser Kräuterprogramm erzählt Geschichte und Geschichten über Kräuter; in Vergessenheit geratene Sagen, Bräuche und Märchen. Insgesamt sechs verschiedene Programme können im gleichen Rahmen angeboten werden, wir gehen also gerne auch auf individuelle Kräuter-Wünsche ein, durchaus nicht nur auf die, welche ohnehin in aller Munde sind! Die ausgewählte Musik für Klavier solo, auch Klavier mit Violine oder Flöte) legt eine unterhaltsame Girlande um die Texte oder eine Kräuterbeeteinfassung – wie man es gerne sehen möchte.

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Die singende Geige
Märchen der Sinti und Roma

Es war, weil es nicht war – so beginnen viele Märchen der Sinti und Roma; ein deutlicher Hinweis auf den fiktiven, phantastischen Charakter der Erzählungen, die jedoch in gleichem Maße von ungeschmücktem Realismus geprägt sind und somit einen faszinierenden Einblick in die Denk- und Lebensweise dieses Volkes geben. Aus der Fülle der inzwischen gedruckt vorliegenden Märchen, die oft so niedergeschrieben wurden, wie sie erzählt worden sind, haben wir einige wenige ausgewählt, aber immerhin so viele, dass zwei Abende damit gut gefüllt sind. Natürlich darf die Geige bei solch einem Programm nicht fehlen mit Musik, die von den Liedern und Tänzen der »Zigeuner« inspiriert ist.

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Weihnachten kommt näher, die Gänse werden fetter
Geschichten rund um die Martinsgans

Die Gans als Symbol, die Gans als Währung – die Gans als Leckerbissen; es gibt viele Geschichten, Sagen, Mythen um dieses Geflügeltier, das als Weihnachtsbraten noch immer die erste Stelle in den deutschen Haushalten einnimmt. Wer es aber nicht erwarten kann, der serviert bereits zünftig und passend zum Martinstag am 11. November oder um ihn herum eine knusprige Gans. Wir reichen die Geschichten, Gedichte und Histörchen dazu – alles zusammen ergibt ein gelungenes Menü – natürlich nicht ohne passende Musik.

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Weihnachtsgans mit Wurzelfüllung
Wahre und erdachte Begebenheiten in der Weihnachtszeit

Unser »ältestes« und immer wieder aufs Neue gefragtes Weihnachtsprogramm ist gewissermaßen ein Familienprogramm – allerdings noch nicht für die ganz Kleinen. Karl Heinrich Waggerl hat sich mit volkstümlichen Geschichten einen Namen gemacht, sein »Störrischer Esel und die süße Distel« stammen aus einer kleinen Sammlung von ziemlich bekannten Weihnachtsgeschichten; Erich Kästner schickte Felix Senf holen mit ungewissem Ausgang des Weihnachtsabends, auch bei Fredrik Vahle spielen in einem abgelegenen kleinen Häuschen auf dem Lande Senf, Bockwurst und Kartoffelsalat keine Nebenrolle – und bei Astrid Lindgrens Klassiker »Gute Nacht, Herr Landstreicher« geht es dann gleich an die opulent gedeckte Tafel. Einen Höhepunkt des Abends erleben dann alle mit einer kleinen Geschichte der Halbirin (und Halbösterreicherin) Elfie Donnelly, die übrigens auch die Erfinderin des berühmten Elefanten Benjamin Blümchen ist. Da geht es um den berühmten ideologischen Riß, der durch so manche Familie geht –besonders am Heiligen Abend.

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Am Christabend muß ich den Bratspieß drehen
Geschichten um lukullische Weihnachtsfreuden

Essen und Trinken hat im Leben aller Völker einen herausragenden Stellenwert – erst recht zum »Fest aller Feste«! Sagen und Märchen um Weihnachtsspeisen nehmen im Kulturgut einen breiten Raum ein, und namhafte Schriftsteller haben in (oft) heiteren Geschichten ihre Erfahrungen mit den Weihnachtsbraten oder den Desserts festgehalten. Zu unserer Freude; ob Werner Bergengruen im Kaschubischen Weihnachtslied, Alphonse Daudet, der tief in die Vergangenheit Südfrankreichs geht und spukhafte Gestalten wiedererstehen läßt, ob Karl Heinrich Waggerl, der durch Frechheit und List in den Genuß eines köstlichen Früchtebrotes kommt oder Hans Scheibner mit einem zeitlosen Thema: Der Grünkohl meiner Mutter. Weihnachtliche Musik rundet das Festmahl ab.

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Der Zwerg Nase
Ein Märchen von Wilhelm Hauff

Wilhelm Hauff verfaßte einen Zyklus von Erzählungen nach dem Muster von >>1001 Nacht<<, zu dem auch das Märchen vom Zwerg Nase gehört. Ein Märchen, in dem sich (fast) alles ums Kochen rankt; man riecht förmlich die guten Gerichte aus exotischer Küche. Und man erfährt die Geschichte des Schustersohnes, den eine Hexe zum Zwerg Nase verwandelte - und wie es ihm gelang, wieder er selbst zu werden.

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Undinenzauber
Von Nixen, Nymphen und anderen Wasserfrauen

Wassergeister, insonderheit Wassernixen sind keine Erfindung der Romantik - sie geistern viel früher schon durch die Mythen, Sagen und Märchen. Aber in der Epoche der Romantik entdeckt man sie quasi neu: die überlieferten Stoffe werden literarisch neu gestaltet, und mit fortschreitender Zivilisation handeln die Undinengeschichten immer mehr von der Unvereinbarkeit von Natur und >>Fortschritt<<, bis hinein ins 20.Jahrhundert. Unsere Textauswahl spannt sich vom bretonischen Märchen über die Grimm'sche Fassung der >>Nixe im Teich<<, Friedrich de la Motte-Fouquets >>Undine<< bis zu Eduard Mörikes >>Schöner Lau<<, umspült von Wassermusik.

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